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Digitales Recruiting: Definition & Tipps für erfolgreiches E-Recruiting

Digital Recruiting - so geht E-Recruiting

Modernes Recruiting kann ohne digitale Unterstützung nicht funktionieren. Wir zeigen, was man unter E-Recruiting versteht und wie man dessen Potential im eigenen Unternehmen voll ausschöpft.

Digitales Recruiting kennt viele Facetten – von der Online-Jobbörse bis zum KI-Tool, das bei der Kandidatensuche hilft. Fakt ist: Modernes Recruiting kann ohne digitale Unterstützung nicht funktionieren.

Wir zeigen, was man unter E-Recruiting versteht und wie man dessen Potential im eigenen Unternehmen voll ausschöpft.

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    Was ist Digital Recruiting? Eine Definition

    Mit Digitalem Recruiting, häufig auch als E(lectronic)-Recruiting bezeichnet, ist der gesamte Personalbeschaffungsprozess in digitaler Form gemeint.

    Das heißt konkret: im Unterschied zum Offline-Recruiting werden bspw. Stellenanzeigen auf Online-Jobportalen und nicht in Printmagazinen geschaltet und Kandidaten bewerben sich nicht per Brief, sondern via E-Mail.

    E-Recruiter verwenden digitale Tools und Softwares, die sie im gesamten Recruiting-Prozess unterstützen – ob bei der Suche nach Kandidaten oder beim Verwalten des Bewerbungsprozesses.

    Die Vorteile der digitalen Personalbeschaffung

    Das E-Recruitment bringt zahlreiche Vorteile:

    • Qualitätsverbesserung: Moderne Recruiting-Tools können mittels Künstlicher Intelligenz perfekt passende Kandidaten für eine Stelle finden
    • Arbeitsvereinfachung: Personalern bleiben durch geeignete Software diverse administrative Vorgänge erspart
    • Bewerbungsvereinfachung: Kandidaten profitieren von einfachen Bewerbungsmöglichkeiten via Bewerbungsformular
    • Fehlerreduzierung: Fehler, die bei händischer Dateneingabe häufig passieren, werden durch digitale Datenverarbeitung stark reduziert
    • Beschleunigung: Viele E-Recruiting-Tools können Prozesse wie Screening, Sourcing und Selection komplett automatisiert übernehmen, wodurch Recruiter viel Zeit sparen
    • Hohe Reichweite: Durch Multipostings von Online-Stellenanzeigen und gut rankende Karrierewebsites können zahlreiche passive und aktive Kandidaten erreicht werden
    • Mehr Transparenz: Nicht nur HR und Personaler, auch Vorgesetzte und Abteilungsleiter können sich schnell und einfach mittels Software jederzeit einen Überblick über aktuelle Bewerbungsprozesse verschaffen

    Digitale Lösungen bringen auch Herausforderungen mit sich

    Neben den genannten Vorteilen gibt es auch einige Herausforderungen zu meistern, um das Recruiting digital aufzustellen bzw. voranzubringen.

    Betroffen sind besonders Unternehmen, die bislang wenig in die Digitalisierung der Personalbeschaffung investiert haben. Für sie kommen am Anfang teils hohe Kosten zu, bspw. für die Anschaffung einer geeigneten Software. Außerdem ist es mit viel Aufwand und Zeit verbunden, die Software und Tools im Unternehmen zu etablieren. Hat man Online-Stellenanzeigen geschaltet und die Karriereseite veröffentlicht, ist zudem mit einem hohen Bewerbungsaufkommen zu rechnen, das gehandelt werden muss.

    Im Hinterkopf ist dabei immer zu behalten: Langfristig wird sich all der Aufwand lohnen – auch aus finanzieller Sicht. 

    Beliebte Kanäle für digitales Recruiting

    Auf welche Kanäle wird im E-Recruiting gesetzt, um Kandidaten zu erreichen? Klassische Kanäle wie Stellenanzeigen in Printzeitungen können zwar parallel genutzt werden, im Fokus stehen jedoch digitale Plattformen wie die folgenden.

    Soziale Medien

    Social Media Recruiting
    In Sozialen Medien auf Kandidatensuche gehen (Bildquelle: Wright Studio – Shutterstock.com)

    Fast jedes moderne Unternehmen hat heutzutage Auftritte auf Social Media. Facebook, Instagram und Co. eignen sich perfekt, um potentielle Bewerber und andere Interessierte mit Informationen zu versorgen und sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Die Kandidaten sind hier überwiegend privat unterwegs, können aber mit ihren besonderen Fähigkeiten Unternehmen auf sich aufmerksam machen.

    Xing und LinkedIn sind dagegen soziale Karrierenetzwerke, auf denen die Kandidaten größtenteils gezielt unterwegs sind, um sich mit Arbeitgebern zu vernetzen und zu bewerben. Daher kommt diesen beiden Social Media Kanälen besondere Aufmerksamkeit bei der Personalbeschaffung zu. Sie bieten mit LinkedIn Recruiter und Xing TalentManager sogar eigene Tools für Recruiter.

    Karriereseite

    Auch der Karriere-Bereich auf der eigenen Website bietet enormes Potential für Employer Branding und fungiert als zentraler Touchpoint zwischen Bewerbern und Unternehmen. Hier können aktuelle Stellen ausgeschrieben und zur Initiativbewerbung angeregt werden. Außerdem sollten die Kandidaten die Möglichkeit haben, sich hier einfach und schnell bewerben zu können.

    Zusätzlich bietet die Karriereseite Raum, um sich als attraktiver Arbeitgeber vorzustellen: Vorteile für Bewerber und Erfahrungsberichte von zufriedenen Mitarbeitern können interessierte Talente überzeugen.

    Wichtig: Die Seite sollte unbedingt für Mobilgeräte optimiert sein – denn hierüber ist die Mehrheit der Internetnutzer heutzutage erreichbar. Lesen Sie weitere Tipps für die perfekte Karriereseite.

    Das könnte Sie auch interessieren: Das erwarten Kandidaten von einer Karriereseite

    Online-Jobportale

    Für viele Kandidaten sind Online-Jobbörsen die erste Anlaufstelle, wenn sie auf Jobsuche gehen. Kein Wunder, belegen sie doch neben Google for Jobs-Anzeigen in der Regel die obersten Ergebnisse für entsprechende Job-Suchbegriffe.

    Die digitalen Stellenbörsen ermöglichen es, in wenigen Minuten eine Anzeige zur gesuchten Stelle aufzugeben und damit eine Vielzahl an potentiellen Bewerbern zu erreichen. Es gibt zudem spezielle Jobbörsen, die sich an bestimmte Zielgruppen richten, bspw. nutzen Tech-Recruiter spezielle Portale für IT-Jobs.

    Tipps für erfolgreiches E-Recruiting im Jahr 2021

    Wie können Unternehmen im Jahr 2021 beim Online Recruiting punkten und möglichst viele Talente auf digitalem Wege erreichen? Die folgenden Tipps, die vorrangig aus dem Bereich Marketing stammen, sollten in moderne digitale Personalbeschaffungsprozesse einfließen.

    Videomarketing: Insbesondere um jüngere Generationen zu erreichen, die mit Video-Apps wie TikTok groß wurden, sind Video-Postings ein effektives Kommunikationsmittel. „Über uns“-Vorstellungsvideos sind genauso denkbar wie Stellenanzeigen-Clips.

    Beispiel: Unsere Video-Anzeige auf Instagram für die Performance Marketing Manager-Stelle:

     

    Retargeting: Es kann passieren, dass Kandidaten die Karriereseite besuchen, Interesse an einem Job haben, aber ihre Bewerbung auf später verschieben. Dieser Zielgruppe sollten Retargeting-Anzeigen ausgespielt werden, um sie an dieses Vorhaben zu erinnern.

    Candidate Journey optimieren: Bei allen E-Recruitment-Maßnahmen sollten die Kandidaten im Fokus stehen: Mit einfachen Bewerbungsverfahren, übersichtlichen Seiten und informativen Anzeigen sorgt man bspw. für eine positive Candidate Experience an verschiedensten Touchpoints.

    Multi-Channel-Recruiting: Die verschiedenen digitalen Recruiting-Kanäle haben alle ihre eigenen Stärken. Daher sollten möglichst viele verschiedene Kanäle genutzt werden, sodass sie sich ergänzen. Zum Beispiel Mitarbeitervideos auf Social Media posten, wichtige Infos zum Unternehmen auf der Karrierepage veröffentlichen und beide Kanäle jeweils zueinander verlinken.

    Aktive und passive Kandidaten ansprechen: Um eine Stelle zu besetzen, liegt die Veröffentlichung einer Jobanzeige auf einem Stellenportal und der Karriereseite nahe. Damit erreicht man in erster Linie aktiv Jobsuchende. Doch wie wäre es ergänzend mit der Veröffentlichung von zielgruppenspezifischen Content-Formaten, bspw. im Blog oder auf Sozialen Medien, die auch bei passiven, wechselwilligen Kandidaten für Aufmerksamkeit sorgen?

    Messenger Recruiting: Fast jeder nutzt heutzutage WhatsApp, Telegram, Signal und Co. für die Kommunikation via Smartphone. Wieso also nicht auch diese Kanäle für das Recruiting nutzen? Wir bieten Kandidaten bspw. auf unserer Brandmonks Jobseite an, sich bei Fragen zu einer ausgeschriebenen Stelle per WhatsApp bei unserer Ansprechpartnerin zu melden:Messenger Recruiting: WhatsApp zur Kontaktaufnahme

    Doch noch vieles mehr ist mit Messengern möglich. So können bspw. Chatgruppen für Interessierte erstellt werden, in denen sie regelmäßig über News und aktuelle Jobangebote des Unternehmens informiert werden.

    Künstliche Intelligenz unterstützt die Kandidatensuche

    Ob Chatbots für den (Erst-)Kontakt mit Bewerbern, automatisches Auslesen von Lebenslauf-Daten durch CV-Parsing oder Tools wie flynne, die ganze Recruiting-Prozesse wie Sourcing und Screening übernehmen: All diese Anwendungen basieren auf KI-Technologien.

    Zwar ist Künstliche Intelligenz bei weitem (noch) nicht in der Lage, menschliche Recruiter vollständig zu ersetzen, allerdings unterstützt sie bereits heute bei zahlreichen Aufgaben zur Personalbeschaffung und wird sich in diesem Bereich wohl auch in Zukunft weiter etablieren.

    Digitales Recruiting in Zeiten von Corona

    Die COVID19-Pandemie hat die Digitalisierung unterschiedlichster Bereiche weltweit angekurbelt, auch im Recruiting. Personaler und Recruiting Consultants arbeiten plötzlich remote, Bewerbungsgespräche finden per Videokonferenz statt, Assessments werden online durchgeführt und zahlreiche Unternehmen widmen sich endlich ernsthaft der Optimierung ihrer Karriereseiten.

    Es ist davon auszugehen, dass auch nach der Pandemie zahlreiche dieser Umstellungen, zumindest teilweise, beibehalten oder sogar weiterentwickelt werden.

    (Quelle Titelbild: VideoFlow – Shutterstock.com)