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Metaversum: So verändert Metaverse das Recruiting!

So verändert das Metaversum das Recruiting

Das Metaversum ist auf dem Vormarsch und könnte unsere Arbeitswelt zukünftig stark prägen. Aber worum handelt es sich dabei genau und welche Auswirkungen hat dieses neue „Universum“ auf das Recruiting? Lassen Sie uns einen Blick in die (nahe) Zukunft wagen!

Das Metaversum ist auf dem Vormarsch und könnte unsere Arbeitswelt zukünftig stark prägen. Aber worum handelt es sich dabei genau und welche Auswirkungen hat dieses neue „Universum“ auf das Recruiting? Lassen Sie uns einen Blick in die (nahe) Zukunft wagen!

Was ist das Metaversum?

Definition: Das Metaversum ist eine virtuelle Welt, die via Avatar erkundet wird.
Das Metaversum ist eine virtuelle Welt, die via Avatar erkundet wird. (Bildquelle: Chaosamran_Studio – Shutterstock.com)

Das Metaversum (engl. Metaverse) ist per Definition eine virtuelle 3D-Welt, in der man sich via Avatar bewegt. In dieser Welt kann man Freunde treffen, arbeiten, sich weiterbilden, Filme schauen, zocken, künstlerisch tätig werden … also (fast) allen Aktivitäten nachgehen, die man in der „echten“ Welt auch tun kann. Zugang zu dieser virtuellen Umgebung erhält man per Virtual Reality Brille.

Im Metaverse fallen Programme oder Apps für verschiedene Services weg. Brauchte man bislang Netflix zum Filme streamen und WhatsApp um Freunden zu schreiben, werden in der neuen Parallelwelt all diese getrennten Services in einem einheitlichen virtuellen Raum verschmilzen.

Aktuell ist das Metaversum vor allem eine Zukunftsvision. Aber viele Tech-Unternehmen schmieden große Pläne für diese digitale Welt – das bekannteste Beispiel ist wohl der Facebook-Konzern, der sich sogar in „Meta“ umbenannt hat.

Eine neue Arbeitswelt im Metaverse

Was bedeutet dieses Szenario für Unternehmen und Arbeitnehmer?

Viele Firmen können ihr bisheriges Geschäftsmodell in Teilen oder vollkommen ins Metaversum transformieren. Auch eine Kombination aus beidem ist möglich, sodass sich das Business in der realen Welt und im Metaversum mischen.

Arbeitnehmer loggen sich per VR-Brille ins Metaverse ein.
Arbeitnehmer schaffen sich im Metaverse ihre individuelle Arbeitsumgebung. (Bildquelle: G-Stock Studio – Shutterstock.com)

Für zahlreiche Arbeitnehmer dürfte die Verlegung ins Metaverse zu noch mehr oder sogar ausschließlich virtueller Arbeit führen. Das Arbeiten wird dabei stark individualisiert: Anstatt sich in einer Videokonferenz einzuloggen, trifft man sich in ein paar Jahren vielleicht in einem virtuellen Meetingraum, der exakt an die persönlichen Vorlieben angepasst ist.

So ist es durchaus denkbar, dass man sich in einem schicken digitalen Konferenzraum mit moderner Ausstattung und Fensterblick auf die sonnige Skyline Bangkoks trifft, während das analoge Ich in einer 1-Zimmer-Wohnung eines Hinterhauses im verregneten Berlin sitzt. Für den Kollegen aus London sieht derselbe virtuelle Raum dagegen ganz anders aus. Er arbeitet von einem (natürlich ebenfalls nur virtuellen) U-Boot in tausend Metern Tiefe aus, weil die Unterwasserwelt so beruhigend und inspirierend auf ihn wirkt.

Jeder schafft sich also seine optimale Arbeitsumgebung – mit wenigen Klicks.

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    Diese Auswirkungen hat das Metaversum auf das Recruiting

    Stellt sich die Frage: Wie wird das digitale Recruiting auf diese neue Arbeitswelt reagieren?

    Das Potential ist riesig. So können Unternehmen bspw. in der virtuellen Welt für sich werben. Sie können auch ihre Räumlichkeiten im Cyberspace nachbauen und dort Bewerbern aus der ganzen Welt einen digitalen Rundgang anbieten. Die Begegnung von Recruiter- und Kandidaten-Avatar ermöglicht einen direkten Austausch und erste Einblicke in die Unternehmenskultur.

    Die Personalauswahl kann durch ein Assessment Center im Metaverse erfolgen. Viele Tests lassen sich virtuell abbilden und Kandidaten können die Aufgaben unter Zeitvorgaben meistern.

    Virtuelles Bewerbungsgespräch im Metaversum.
    Beim Bewerbungsgespräche im Metaversum trifft Personaler-Avatar auf Bewerber-Avatar. (Bildquelle: Athitat Shinagowin – Shutterstock.com)

    Auch das Interview kann im virtuellen Raum stattfinden. Hier könnte es schwierig werden, wenn Personaler lieber einen echten Eindruck vom Bewerber haben möchten und nicht einem Avatar mit Superhelden-Outfit oder Alien-Kopf gegenübersitzen möchten. Für Stellen, die sowohl mit Verantwortungsbereichen im echten Leben als auch im Metaverse verbunden sind, dürfte ein virtuelles Bewerbungsgespräch nicht ausreichend sein. Soll der Kandidat jedoch als Angestellter ausschließlich im Metaversum arbeiten, wären auch rein digitale Kennlerngespräche von Avatar zu Avatar durchaus denkbar.

    Das Onboarding dürfte im Metaverse schneller und leichter umsetzbar sein als im Real Life. Schulungen und Trainings lassen sich perfekt individualisieren.

    Eine Herausforderung stellt die Kandidatensuche dar. Erreicht man Arbeiter für das Metaversum ausschließlich über das Metaversum oder auch über herkömmliche Recruiting-Kanäle oder beides? Wo setzt man bei Mitarbeitern an, die das Metaverse regelmäßig verlassen und auch in der realen Welt arbeiten sollen? Sterben Jobmessen und Co. in Präsenzform aus und verlagern sich ganz ins Metaverse oder wird es beides geben?

    Das Thema Mitarbeiterbindung dürfte in der virtuellen Parallelwelt ebenfalls von zentraler Bedeutung sein. Denn es ist fraglich, ob im Metaverse dieselbe Bindung zwischen Arbeitnehmer und Unternehmen entstehen kann, wie in der realen Welt.

    (Quelle Titelbild: thinkhubstudio – Shutterstock.com)