IT-Recruiting: So findest du Spezialisten im Tech-Bereich!

Mit IT-Recruiting können offene Stellen wie Programmierer, Softwareentwickler etc. effizient besetzt werden. Diese Trends & Plattformen helfen dabei.

Auf der Suche nach Talenten im IT-Bereich? Kein einfaches Unterfangen, denn wie wir wissen, sind solche Spezialist:innen schwer zu kriegen – Stichwort „War for Talents“.

Wie also kann man die Expert:innen gewinnen, welche die digitale Transformation in Deutschland voranbringen sollen? Die Lösung lautet: Mit IT-Recruiting!

IT-Recruiting: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Im Jahr 2023 blieben rund 149.000 Stellen im IT-Bereich unbesetzt
  • Gefragte Stellen sind u. a. Softwareentwickler, Data Engineers und Cloud-Ingenieure
  • Beim IT-Recruiting kommen Plattformen wie GitHub und spezielle Tech-Jobbörsen zum Einsatz
  • Zur Kandidaten-Zielgruppe zählen sowohl ausgebildete IT-Expert:innen als auch motivierte Quereinsteiger:innen
  • Die Trends beim IT-Recruitment sind der Einsatz von KI, Mobile First und die Entwicklung interner Talente

Was ist IT-Recruiting?

Frau arbeitet am PC
(Foto: https://de.freepik.com/fotos-kostenlos/html-und-css-collage-konzept-mit-person_36295462.htm by freepik)

Beim IT-Recruiting geht es darum, die passenden Talente für Tech-Jobs zu finden. Anders als beim „normalen“ Recruiting dreht sich bei den zu besetzenden Stellen alles um Bits und Bytes, Codes und Algorithmen.

Es erfordert ein tiefes Verständnis für Technologie, ein feines Gespür für die Bedürfnisse der Kandidat:innen und eine gehörige Portion Überzeugungskraft, um die besten Tech-Talente für das eigene Team zu gewinnen.

Angesichts des sich zuspitzenden „Fachkräftemangels“ gewinnt der Job des IT- bzw. Tech-Recruiters zunehmend an Relevanz. Rund 149.000 Stellen im IT-Bereich blieben im Jahr 2023 unbesetzt.

Stellen, die IT-Recruiter:innen besonders häufig besetzen sollen

Einige der aktuell besonders gefragten Stellen im IT-Bereich sind:

  1. Softwareentwickler:innen: Mit der ständig wachsenden Nachfrage nach neuen Anwendungen und Softwarelösungen sind Programmierer:innen in vielen verschiedenen Bereichen gefragt, bspw. für Webentwicklung und mobile Anwendungen .
  2. Datenwissenschaftler:innen/Data Engineers: Angesichts der riesigen Menge an Daten, die Unternehmen sammeln, benötigen sie Fachleute, die in der Lage sind, diese Daten zu analysieren und datengesteuerte Entscheidungen zu treffen.
  3. Cybersicherheitsexpert:innen: Mit der Zunahme von Cyberangriffen und Datenschutzverletzungen sind Fachleute gefragt, die die IT-Infrastruktur schützen können, sei es durch die Entwicklung sicherer Systeme, die Überwachung von Netzwerken oder die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle.
  4. Cloud-Architekt:innen und -Ingenieur:innen: Mit der steigenden Akzeptanz von Cloud-Computing benötigen Unternehmen Expert:innen, die Cloud-Infrastrukturen entwerfen, implementieren und verwalten können, sei es in öffentlichen, privaten oder hybriden Umgebungen.
  5. DevOps-Ingenieur:innen: Sie sind gefragt, um die Zusammenarbeit zwischen Entwicklungs- und Operations-Teams zu verbessern und die Bereitstellung von Software zu beschleunigen, indem sie Automatisierung und agile Methoden einsetzen.
  6. Machine Learning und KI-Spezialist:innen: In Folge des Booms von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen suchen Unternehmen nach Fachleuten, die in der Lage sind, AI-Modelle zu entwickeln, zu trainieren und einzusetzen.

Diese Liste ließe sich natürlich noch fortsetzen, da der IT-Sektor ständig im Wandel ist und neue Technologien und Anforderungen entstehen.

Wichtige Plattformen im IT-Recruiting

Bei der Auswahl einer geeigneten IT-Recruiting-Plattform müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Bietet die Plattform eine große Reichweite, ggf. international sofern auch Fachkräfte aus dem Ausland rekrutiert werden sollen? Welche Funktionen soll sie erfüllen – von der Stellenanzeige bis zur Kandidatenverwaltung? Wie ist der Ruf der Plattform speziell in der IT-Community?

Besonders häufig zum Einsatz kommen:

IT-Recruiter nutzt Plattformen
(Foto: https://de.freepik.com/fotos-premium/junge-mann-benutzt-das-telefon-waehrend-er-auf-dem-tisch-sitzt_129651999.htm by EyeEm)

GitHub: Insbesondere für Unternehmen spannend, die nach Softwareentwickler:innen suchen. GitHub ist eine Plattform für die Versionskontrolle und Zusammenarbeit bei der Softwareentwicklung, aber es dient auch als soziales Netzwerk für Entwickler:innen. Unternehmen können hier nach Programmierern suchen und potenzielle Kandidat:innen basierend auf ihren Beiträgen und Projekten identifizieren.

Stack Overflow: Als eine der größten Online-Communitys für Entwickler:innen bietet Stack Overflow eine Fülle von Informationen und Ressourcen zu verschiedenen Programmiersprachen, Frameworks und Technologien. Unternehmen können Stack Overflow nutzen, um nach Kandidat:innen zu suchen, Fragen zu stellen, um Einblicke in ihre Fähigkeiten zu erhalten, und um ihre Marke als attraktiver Arbeitgeber in der Entwickler:innen-Community zu stärken.

Odin Project: Hier wird Entwickler:innen eine umfassende kostenlose Ressource für das Erlernen von Webentwicklung geboten. Unternehmen können potenzielle Kandidat:innen auf Odin Project finden, die ihre Fähigkeiten und Kenntnisse in verschiedenen Aspekten der Webentwicklung demonstrieren. Durch die Nutzung solcher Plattformen können Unternehmen vorrangig solche Talente identifizieren, die sich durch Selbststudium und praktische Erfahrung weiterentwickelt haben.

LinkedIn: Zwar allen Recruiter:innen hinreichend bekannt, dennoch erwähnenswert: Mit Millionen von Nutzer:innen weltweit, darunter viele Fachleute aus dem IT-Bereich, ist auch LinkedIn immer eine gute Anlaufstelle. Unternehmen können Stellenanzeigen schalten, per Active Sourcing gezielt nach Kandidat:innen suchen und Netzwerke nutzen, um potenzielle Talente zu identifizieren und anzusprechen. Zudem können LinkedIn-Profile Einblicke bieten, mit denen sich einschätzen lässt, ob eine Person zum Unternehmen passt.

Lohnenswert ist auch das Schalten von Anzeigen auf speziellen Jobbörsen für IT-Berufe, zum Beispiel ITJobs.rocks oder IT-Jobs.de. Außerdem trifft man Tech-Expert:innen in einschlägigen Foren und kann sie bspw. über IT-Fachmagazine erreichen.

Darüber hinaus sind Mitarbeiterempfehlungen in der IT-Branche eine bewährte Methode, um hochqualifizierte Kandidat:innen zu gewinnen. Durch das eigene Mitarbeiter:innen-Netzwerk können Unternehmen potenzielle Talente entdecken, die möglicherweise nicht auf herkömmlichen Plattformen zu finden sind.

Zudem können Unternehmen Tech-Talente auf IT-Events, Hackathons und BarCamps treffen. Bei solchen Veranstaltungen haben die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu präsentieren und sich mit potenziellen Arbeitgebern zu vernetzen.

IT-Expert:innen: So tickt diese Zielgruppe!

Die Zielgruppe sind Menschen mit IT-Expertise – das ist klar. Doch schaut man etwa genauer hin, lassen sich auch bestimmte Soft Skills hervorheben, die diese Kandidat:innen auszeichnen.

Sie sind zum einen hervorragende Problemlöser, sei es beim Debuggen von Code, beim Beheben von Netzwerkproblemen oder beim Identifizieren von Sicherheitslücken.

IT-Profis verfügen zudem über Kreativität und ausgeprägten Innovationsgeist. Sie sind ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um Prozesse zu verbessern, und erforschen neue Technologien. Da die IT-Branche ständig im Wandel ist, sind diese Experten auch lernbereit und anpassungsfähig.

Obwohl sie oft mit komplexen technischen Konzepten jonglieren, sind IT-Spezialist:innen dazu fähig, ihre Ideen und Lösungen klar und verständlich zu kommunizieren, sei es gegenüber technisch-versierten Stakeholdern oder Laien.

Nicht zuletzt sind IT-Profis auch Teamplayer. Sie können gut in multidisziplinären Teams zusammenarbeiten, Ideen austauschen und Projekte voranbringen, um gemeinsame Ziele zu erreichen.

Für Recruiter:innen ist es wichtig, bei der Zielgruppe zwischen ausgebildeten IT-Expert:innen und potenziellen Quereinsteigern zu differenzieren.

Ausgebildete Tech-Spezialist:innen

IT-Expertin am Arbeiten
(Foto: https://de.freepik.com/fotos-premium/frau-arbeitet-an-etwas-am-holztisch_23746062.htm by bairachnyi)

Das sind die Code-Ninjas und Daten-Rockstars, die bereits vielfältige Erfahrungen in verschiedenen Tech-Projekten vorweisen können. Sie haben Abschlüsse im Bereich der Informationstechnologie und beherrschen bspw. eine oder mehrere Programmiersprache(n) perfekt.

Diese Zielgruppe erreicht man am besten über die oben vorgestellten Plattformen und spezialisierte IT-Jobbörsen, wo sie aktiv nach neuen Herausforderungen suchen und sich mit Unternehmen verbinden können. Natürlich gibt es auch passive Kandidat:innen unter ihnen, die bspw. mit Hilfe von speziellen Tools wie flynne erreicht werden können. Flynne spricht auch solche Talente an, die nicht aktiv nach einem neuen Job suchen, aber prinzipiell wechselwillig sind.

Was wollen diese Expert:innen? Eine Umgebung, die ihre technischen Fähigkeiten schätzt und fördert. Sie suchen oft nach Unternehmen, die innovative Technologien einsetzen, spannende und herausfordernde Projekte  und ein inspirierendes Arbeitsumfeld bieten.

IT-Quereinsteiger:innen

Zum anderen gibt es die potenziellen Quereinsteiger:innen. Also diejenigen Kandidat:innen, die eine große Leidenschaft für IT haben, aber eigentlich aus einem anderen Bereich kommen. Sie haben sich nicht selten ihr Know-how selbst beigebracht und bspw. in privaten Projekten erste Praxiserfahrung gesammelt. Soft Skills wie Innovationsfähigkeit und Problemlösungsdenken sind bei ihnen besonders ausgeprägt.

Diese Zielgruppe kann man bspw. in den Communities erreichen, in denen sie ihre Projekte vorstellen und sich austauschen. Effizient sind auch Recruiting-Kampagnen, die gezielt auf Quereinsteiger:innen ausgerichtet sind und zu Tests einladen, mit denen ihr Potenzial für bestimmte IT-Jobs geprüft werden kann. Letztere können bspw. durch Gamification-Elemente zum Mitmachen animieren.

Und wie kann man die potenziellen Quereinsteiger:innen begeistern? Diese Zielgruppe ist besonders heiß darauf, sich beweisen zu können und im Tech-Bereich Fuß zu fassen. Sie sind motiviert und lernwillig. Sie freuen sich entsprechend, wenn sie Verantwortung für erste Projekte übernehmen können und spezifische Förderung bspw. durch Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten erhalten.

Trends beim IT-Recruiting

Trends und Innovationen prägen die Art und Weise, wie Unternehmen IT-Talente gewinnen und binden. Wer im IT-Recruiting moderne Technologien einsetzt, zeigt nicht nur technologische Kompetenz, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse und Erwartungen der Zielgruppe. Diese Entwicklungen sollten Recruiter:innen auf dem Schirm haben:

Entwicklung interner Talente

Handshake zwischen Recruiter und Kandidat
(Foto: https://de.freepik.com/fotos-kostenlos/ceo-der-hand-des-maennlichen-bewerbers-ruettelt_3952572.htm by yanalya)

Eine zunehmend beliebte Strategie im IT-Recruiting ist die Entwicklung interner Talente. Anstatt ausschließlich externe Kandidat:innen zu rekrutieren, investieren Unternehmen verstärkt in die Weiterbildung und Förderung ihrer bestehenden Mitarbeitenden. Dies kann bspw. durch interne Schulungen und Mentorenprogramme oder die Finanzierung von Weiterbildungsmaßnahmen geschehen.

Durch die Entwicklung von internen Talenten stärken Unternehmen nicht nur die Mitarbeiterbindung, sondern fördern auch eine Kultur des lebenslangen Lernens und der beruflichen Weiterentwicklung. Ein Pluspunkt ist, dass Mitarbeitende bereits die Unternehmenskultur kennen, dadurch entfallen gewisse Onboarding-Prozesse. Auch Quereinsteigende lassen sich so für IT-Jobs gewinnen, indem Mitarbeitende aus anderen Bereichen „umgeschult“ werden.

KI im Recruiting zur Gewinnung von IT-Talenten

Künstliche Intelligenz (KI) hat auch auf das IT-Recruiting Einfluß. Durch fortschrittliche Algorithmen und maschinelles Lernen können Personalverantwortliche potenzielle Talente effizienter identifizieren und ansprechen. KI-basierte Recruiting-Tools analysieren Bewerber:innenprofile, durchsuchen soziale Netzwerke und führen automatisierte Vorstellungsgespräche.

Diese Technologie ermöglicht eine schnellere und präzisere Auswahl von Bewerber:innen, indem sie anhand von Daten und Mustern die besten Übereinstimmungen für bestimmte Positionen ermittelt. Unternehmen können somit ihre Rekrutierungsprozesse optimieren und wertvolle Ressourcen einsparen, während sie gleichzeitig die Qualität der eingestellten IT-Talente verbessern.

Mobile First: Anpassung des Rekrutierungsprozesses für mobile Nutzer

IT-Experte mit Smartphone
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In einer zunehmend mobilen Welt ist es unerlässlich, dass Unternehmen ihre Rekrutierungsstrategien auf die Bedürfnisse mobiler Nutzer ausrichten – zu denen gewiss auch IT-Talente gehören. Das ist sicher nicht neu und hat bei vielen Firmen schon lange einen hohen Stellenwert. Eine Studie der Uni Bamberg kam jedoch zum Ergebnis, dass Mobile Recruiting lediglich bei 33 % der befragten Top-1000-Unternehmen im Tagesgeschäft angekommen ist.

Der „Mobile First“-Ansatz im IT-Recruiting bedeutet, dass Bewerbungsprozesse und Karriereseiten für die Nutzung auf mobilen Geräten optimiert werden. Von responsiven Designs bis hin zu Bewerbungs-Apps bietet die mobile Rekrutierung eine nahtlose und benutzerfreundliche Erfahrung für potenzielle Bewerber:innen. Durch Push-Benachrichtigungen, Instant-Messaging und Chatbots können Unternehmen zudem den Kontakt zu Kandidat:innen aufrechterhalten und den Bewerbungsprozess beschleunigen.

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(Foto Titelbild: https://de.freepik.com/fotos-kostenlos/verschiedene-programmierer-die-ueber-die-kompilierung-von-html-code-diskutieren-entdecken-fehler-stehen-vor-mehreren-bildschirmen-im-startup-buero-softwareentwickler-die-an-der-entwicklung-von-serveroberflaechen-arbeiten_51109135.htm by DC Studio)