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4 Beispiele für Frauenförderung in Unternehmen

Frauenförderung in Unternehmen

Der 8. März ist Weltfrauentag. Für uns ist das ein guter Anlass, um zu reflektieren, wie es um das Thema Frauenförderung in Unternehmen steht.

Der 8. März ist Weltfrauentag. Ein guter Anlass, um zu reflektieren, wie es um das Thema Frauenförderung in Unternehmen steht.

Leider gibt es auch im 21. Jahrhundert noch zahlreiche Unterschiede zwischen den Geschlechtern, etwa was Gehalt oder Kindererziehung angeht.

Es gibt aber definitiv auch Beispiele, die Mut machen und aufzeigen, wie es besser laufen kann. Wir zeigen, wie Frauen im Business-Alltag gefördert werden und welche Maßnahmen zukünftig intensiviert werden könnten, um für mehr Gerechtigkeit zu sorgen.

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    1.Mehr Frauen in den Vorständen

    Der Frauenanteil in Vorständen deutscher Unternehmen wächst. Das hat eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) herausgefunden.

    In den 200 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands waren im Herbst letzten Jahres 101 von 878 Vorstandsmitgliedern weiblich. Das entspricht einem Anteil von ca. 12 Prozent.

    Der Anteil an Frauen in Vorständen ist damit im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen, auch wenn insgesamt gesehen natürlich noch viel Luft nach oben ist.

    Weiteren Mut machen Zahlen, die die Personalberatung Russel Reynolds zum Dax veröffentlicht hat. Demnach ist der Frauenanteil in Vorständen von Dax-Firmen mit inzwischen 15,3 Prozent auf einem Höchststand. Tendenz steigend, denn für 2021 sind bereits Neubesetzungen mit Frauen beschlossen.

    Die Anfang des Jahres vom Bundeskabinett beschlossene Frauenquote für Unternehmensvorstände dürfte diese Entwicklungen in Deutschland weiter vorantreiben.

    2.Femininum: Sprache bezieht Frauen explizit mit ein

    Jahrhundertelang sollten Frauen sich im generischen Maskulinum mitgemeint fühlen. Wenn es in einer Jobanzeige bspw. hieß „Fachmann für Lagerlogistik gesucht“, so sollten damit auch Frauen angesprochen werden, die sich auf die Stelle bewerben können.

    Mit dem Femininum Frauen ansprechen
    Das generische Femininum findet immer häufiger Anwendung (Bildquelle: lenetstan – Shutterstock.com)

    Mittlerweile ist eine gendergerechte Sprache stärker verbreitet.

    Entweder wird neutral von der „Fachkraft“ anstatt vom „Fachmann“ gesprochen. Oder der Jobtitel erhält eine Ergänzung, die explizit alle Geschlechter anspricht, bspw. durch „w/m/d“. Die letzte Variante funktioniert auch in Kombination mit dem generischen Femininum – bspw. “Fachfrau (w/m/d)”.

    Übrigens: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, kurz AGG, ermöglicht es, rechtlich gegen Diskriminierung, bspw. in Stellenanzeigen, vorzugehen. Auf das Gesetz können sich nicht nur Frauen beziehen. Es gilt: Kandidaten dürfen nicht aufgrund von Geschlecht, Alter, ethnischer Herkunft, Religion oder einer Behinderung ausgeschlossen werden.

    3.Mehr Männer in Elternzeit

    Vor allem Frauen gehen in Elternzeit. Mittlerweile bleiben aber auch immer mehr Männer zuhause, um sich um die Erziehung ihrer Kinder zu kümmern. Dadurch haben Frauen die Möglichkeit, ihre Karriere weiter voranzutreiben und nicht (zu lange) bei der Arbeit auszufallen.

    Schätzungen zufolge nehmen im Schnitt nur rund 1/3 aller Väter Elternzeit. In den vergangenen Jahren war die Tendenz aber steigend, wie ein Blick auf Statistiken über die Anzahl der Elterngeld-beziehenden Väter zeigt.

    Bei der Entscheidung „Elternzeit – ja oder nein“ spielt neben dem Geld für viele Väter die Angst vor Nachteilen im Job eine Rolle. Vor allem bei größeren Unternehmen ist daher aktuell ein Trend zu beobachten, dass durch Vereinbarkeit von Beruf und Familie um Fachkräfte geworben wird.

    4.Venture Capital für Frauen

    Der Frauenanteil ist in der deutschen Startup-Szene gering – sowohl was die Finanziers als auch die Gründer anbelangt.

    Investorinnen wie Tijen Onaran möchten das ändern. Wie das Handelsblatt berichtet, möchte die Unternehmerin sich mit ihrem Fonds gezielt an Startups von Frauen beteiligen und den Aufbau von Netzwerken für Gründerinnen voranbringen.

    Zwar sind Frauen in der Venture Capital Szene eher eine Ausnahme, aber auch hier werden es mehr. Laut Crunchbase stieg die Quote der Partnerinnen bei den Top 100 Venture Capital-Firmen im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent. Weibliche Partner-Positionen bei Accelerators oder Corporate Ventures legten demnach sogar um 25 Prozent zu.

    Für Frauen gibt es mittlerweile einige bekannte Vorbilder, die in der männerdominierten Venture Capital Welt führende Positionen eingenommen haben. Zum Beispiel Romy Schnelle, Partnerin beim High-Tech Gründerfonds (HTGF), Marie-Helene Ametsreiter, Partner bei Speedinvest, oder Kiana Mardi, Investment Director bei Alstin.

    Fazit

    Es gibt sie – die Beispiele für Frauenförderung und positive Entwicklungen in Sachen Geschlechtergleichstellung. Allerdings ist bei diesen Themen noch viel Luft nach oben und in der aktuellen Corona-Situation sollten die Alarmglocken läuten, damit Frauen nicht als Verlierer aus der Pandemie hervorgehen. Unternehmen und die Politik sind gefragt, damit die Freiheiten und Errungenschaften von Frauen nicht durch die derzeitige Ausnahmesituation verloren gehen.

    (Bildquelle Titelbild: OPOLJA – Shutterstock.com)