Kreative Stellenanzeigen – 5 Beispiele, die Sie inspirieren werden

5 Beispiele für kreative Stellenanzeigen. Lassen Sie sich inspirieren und gestalten Sie Jobangebote, die aus der Masse herausstechen.

Sind wir einmal ehrlich: In den seltensten Fällen glänzen Stellenanzeigen durch Kreativität.

Die meisten Anzeigen sind zwar informativ, aber oft eintönig nach dem Schema „Wir suchen … Ihre Aufgaben … Ihr Profil … Wir bieten …“ aufgebaut.

Es stellt sich die Frage: Wodurch zeichnen sich die seltenen, originellen Jobangebote aus?

Wir haben uns verschiedene Beispiele angesehen und zeigen anhand dieser, worauf es beim Gestalten von kreativen Stellenangeboten ankommt.

1. Humor & außergewöhnliches Design

Grafikdesigner gesucht! Diese Stellenanzeige der City of Los Angeles sieht absichtlich so aus, als wäre sie mit Microsoft Paint von einem Amateur erstellt worden. Sie brachte zahlreiche Grafikdesigner zum Schmunzeln, die das Posting retweeteten und sich mit selbstgemachten Bildern im gleichen Stil humorvoll darauf bewarben.

Die lustige Anzeige mit dem außergewöhnlichen Design ging viral und erhielt bei Twitter mehr als 65.000 Likes.

2. Neuer Medienkanal

Möbelgigant Ikea hat bei der Neueröffnung eines Stores den Verpackungen mehrerer Produkte eine „Aufbauanleitung für die eigene Karriere“ beigelegt. Optisch erinnert diese an eine typische Ikea-Produktanleitung. Folgt man den Instruktionen, ist der Karriereeinstieg beim schwedischen Möbelhaus ähnlich einfach zu meistern wie der Aufbau eines Billy-Regals.

Ikea hat mit dieser innovativen Aktion 4.200 Bewerbungen und 280 Neueinstellungen verzeichnet. Und: Das Unternehmen hatte dabei keinerlei Ausgaben für das Schalten einer Ausschreibung auf externen Kanälen und zugleich einen komplett neuen Medienkanal erschaffen.

3. Kombiniert: Bewerbung mit Einstellungstest

Wer den Code auf dieser Plakatfläche entschlüsseln konnte, zählte zu den von Google gesuchten Programmierern. Nach dem Entschlüsseln gelangte man zu einer Landingpage mit einer weiteren Aufgabe. Hat der Programmierer auch diese erfolgreich gemeistert, erhielt er die Aufforderung von Google, sich persönlich beim Unternehmen vorzustellen.

Diese Recruiting-Kampagne kombiniert Einstellungstest mit Bewerbung und hätte nicht besser auf die Zielgruppe ausgerichtet sein können.

4. Authentizität sorgt für viralen Social Media Hit

Glasermeister Sterz landete mit seinem Video zur Azubi-Suche in Facebook einen viralen Hit – es wurde über 4 Millionen mal aufgerufen.

Der Clip weckt gleich zu Beginn die Neugier des Zuschauers durch die Glasscheibe, die in tausende Teile zersplittert. Neben der ausführlichen Stellenbeschreibung ist besonders die Authentizität des Glasermeisters hervorzuheben. Dadurch allein können Kandidaten die Arbeitskultur im Betrieb erahnen. Glaserei Sterz veröffentlichte übrigens einige Monate später noch ein Video, in dem die neuen Azubis vorgestellt werden. Heißt: Die Azubi-Suche via Facebook-Clip war ein voller Erfolg.

5. Origineller Jobtitel

Das Brandenburger Radio sucht eine eierlegende Wollmilchsau, gemeint sind bei genauerem Lesen Redakteure. Mit dem außergewöhnlichen, prominent platzierten Jobtitel und dem Bild des Fantasienutztiers „eierlegende Wollmilchsau“, ist die Aufmerksamkeit der Leser garantiert.

Der Titel ist humorvoll und spiegelt einen „lockeren“ Umgang unter den Kollegen bei BB Radio wieder, kann aber zugleich dahingehend verstanden werden, dass die Erwartungshaltung an die Redakteure hoch ist und das auch von vornherein ehrlich kommuniziert wird: Mit der „eierlegenden Wollmilchsau“ ist schließlich eine Person gemeint, die verschiedensten Ansprüchen gleichzeitig gerecht werden soll.

Fazit

Ob mit Humor, ungewöhnlichen Designs, neuen Formaten oder einfach mit Authentizität: Es gibt vielfältige Möglichkeiten, um kreative Stellenanzeigen zu gestalten. Die Beispiele zeigen, dass zugunsten der kreativen Ausgestaltung oft auf Optimierungs-Maßnahmen wie Keywords und Co. verzichtet wird. Wie wir sehen, tut das dem Erfolg der Anzeigen keinen Abbruch – sie gehen auch ohne tolle Rankings viral, allein aufgrund ihrer Besonderheit und Originalität.

Bei allen kreativen Freiräumen sollte man aber nicht vergessen, dass insbesondere Humor seine Grenzen hat. So gab es in der Vergangenheit auch öfters „außergewöhnliche“ Stellenanzeigen im negativen Sinne, bspw. mit rassistischen oder sexistischen Inhalten.

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